Kreuz und quer: Gott im Teleskop – Glaube und Naturwissenschaften seit Galilei

Heute habe ich aus der ORF Reihe Kreuz & Quer eine sehr interessante Diskussion mitverfolgt. Es ging um die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Religion und Wissenschaft. Der Beitrag lässt sich in der Tvthek des ORF noch abspielen.

Teilnehmer waren ein Astronom der Uni Wien, eine Physikerin am CERN, ein Theologe und ein Kirchenhistoriker. Schaut Euch den Beitrag an, wer sich für die Thematik interessiert, wird gut bedient. Ich habe mir während der Übertragung folgende Notizen gemacht:

  • Eine der wesentlichen Leistungen von Galilei war es auch, die Sonnenflecken zu dokumentieren. Damit wurde gezeigt, daß auch die Sonne nicht „perfekt“ ist.
  • Der Galilei Prozess war vor allem ein Machtkampf zwischen zwei Weltbildern (dem ptolemäischen und dem heliozenztrischen)
  • Urknalltheorie passt per se zur Genesis, wie sie in der Bibel beschrieben wird (natürlich nicht wörtlich)
  • Man muss zwischen „Sky“ (= wird von Astronomen erforscht) und „Heaven“ (= Feld er Theologie) unterscheiden. Kommunizieren diese beiden Bereiche miteinander, oder schliessen sie einander aus?
  • Urknall ist nicht deckungsgleich mit der Schöpfung (Schöpfung ist ein Prozess, der noch andauert).
  • Gott dient(e) bisweilen als Lückenbüsser, bis man wissenschaftliche Erklärungen für diverse Phänomene fand
  • Religion fragt: Was ist der Sinn unserer Existenz?
  • Wissenschaft fragt: Wie sind wir bzw die Welt, das Universum entstanden?
  • Wechselseitiges Lernen zwischen Wissenschaft und Religion nötig
  • Theorie der Supersymmetrie könnte 2015 konkretere Hinweise auf die Natur der dunklen Materie geben
  • Heutige Naturwissenschaftler sprechen nicht von Wahrheiten, sondern von Wahrscheinlichkeiten. Wissen tut man nur, wenn sich etwas als falsch erwiesen hat.
  • Quantenphysik: Durch den Akt des Messens schaffen wir überhaupt erst bestimmte Wirklichkeiten.
  • Sowohl Religion als auch Wissenschaft lieht an einer Demythologisierung der Natur.
  • Hinweis auf Reeves Katze aus dem Buch „Wo ist das Weltall zu Ende“
  • Wir werden eines Tages die Weltformel finden, aber trotzdem nicht alles verstehen.

Der letzte Satz stimmt mich optimistisch….denn wer will schon ALLES wissen?

 

 

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